Knochendichtemessung

Wie geht es Ihren Knochen?
Früherkennung ist wichtig!

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  • Schnelle und schonende Untersuchung mit dem Dexxum T System
  • Knochendichtebestimmung an Lendenwirbelsäule und Hüfte
  • Hohe Präzionsmessung nach Goldstandard
  • Exakte automatische Bestimmung der Messregion
  • Lasergesteuerte Patienten - Positionierung
  • Ausführlicher Bericht mit zusätzlichen Informationen zum BMI sowie zur Muskelmasse und jederzeit wieder abrufbare Messwerte zum Vergleich von Voruntersuchungen

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Fotos: medical ECONET

Osteoporose im Blickpunkt

Informationen für Interessierte

Osteoporose – eine Knochenerkrankung

  • lange Zeit ohne Beschwerden
  • feines Knochengewebe wird zerstört
  • die Knochenfestigkeit nimmt ab
  • die Knochenbruchgefahr steigt:
    - schon bei einfachen Stürzen!
    - schon bei normaler Belastung!

So zerstört die Osteoporose den Knochen

gesunder_Knochen

gesunder Knochen

kranker_Knochen

kranker Knochen

Osteoporose in Zahlen

  • zählt zu den 10 häufigsten Erkrankungen
  • jede 2. Frau über 50 ist betroffen
  • jeder 7. Mann über 50 ist betroffen
  • 333.000 Brüche pro Jahr

Entstehung der Osteoporose

Illustration_Knochen_Belastbarkeit

Hohe Belastbarkeit, geringe Bruchgefahr!

Gesunder Knochen

  • Knochen besteht zu 2/3 aus Kalzium (= Stabilität)
  • Kalzium-Gleichgewicht durch ständigen Auf- und Abbau
  • ab ca. 35 Jahren überwiegt jedoch der Knochenabbau
    • pro Jahr 0,5% - 1%
    • natürlicher Alterungsprozess
    • kein Grund zur Besorgnis
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Geringe Belastbarkeit, hohe Bruchgefahr!

Kranker Osteoporose-Knochen

  • bei der Osteoporose wird mehr Knochen abgebaut
  • der Knochen wird dadurch
    • porös
    • instabil
    • und kann schneller brechen

Folgen der Osteoporose

Illustration_Koerperhaltungen
  • oft unbemerkte Wirbeleinbrüche
  • Rundrücken
  • Abnahme der Körpergröße um mehrere Zentimeter
  • nach Wirbeleinbrüchen erhöhtes Knochenbruchrisiko
    • oft Oberschenkel, Hand, Arm, Rippen etc.
  • stechende Schmerzen bei akuten Wirbeleinbrüchen
  • oft andauernde Schmerzen im Krankheitsverlauf
    • Vermeidung von Alltagsaktivitäten

Nicht beeinflussbare Ursachen

Faktoren_Portrait
  • Alter
  • familiäre Belastung
  • schlanker Körperbau
  • weibliches Geschlecht
  • früher Eintritt der Wechseljahre

Beeinflussbare Ursachen

beeinflussbare_Faktoren
  • zu wenig Bewegung
  • falsche Ernährung
    • Mangel an Kalzium
    • Mangel an Vitamin D
  • Untergewicht
  • Rauchen / Alkohol
  • bestimmte Medikamente
  • bestimmte Erkrankungen

So stellt der Arzt eine Osteoporose fest

Patienten-Gespräch (Anamnese)

Vorbelastung, Risikofaktoren, Lebensweise, Erkrankungen etc.

Untersuchung

Größe, Gewicht, Wirbelsäulenverformung, Muskelkraft etc.

Röntgen der Wirbelsäule

bei Verdacht auf Wirbelkörperbrüche etc.

Knochendichtemessung

an Wirbelsäule und Hüfte

Laboruntersuchung

Überprüfung von Stoffwechselstörungen, Ausschluss anderer Erkrankungen etc.

Das typische Bild bei der Untersuchung

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Beispielhafte Röntgenbilder

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Beispiel einer Knochendichtemessung

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Knochendichtemessung mit 2-Energie-Röntgenabsorptiometrie
Vorteil: geringe Strahlenbelastung bei hoher Datenqualität

Behandlung der Osteoporose

Behandlungsziel

  • Stärkung des Knochens
  • Schmerzlinderung
  • Vermeidung von Knochenbrüchen

Wichtige Bausteine

  • Ernährung
  • Bewegung
  • Vermeiden von Stürzen
  • medikamentöse Behandlung
  • Schmerztherapie
  • Rehabilitation
  • Selbsthilfe

Ernährung: Kalzium & Vitamin D

Ausreichende Kalziumaufnahme ist für den Erhalt und die Wiederherstellung unserer Knochen zwingend erforderlich:

Ernaehrung
  • täglich benötigte Menge 1.000 - 1.500 mg (ca. 1l Milch)
  • enthalten in Milchprodukten, Obst, Gemüse, Hülsenfrüchten, Getreide,
  • Nüssen und Mineralwasser (Kalzium >150 mg/l)

Vitamin D ist zur optimalen Kalziumaufnahme notwendig:

  • täglich benötigte Menge 400 bis 1.200 IE (10 µg bis 30 µg)
  • wird bei Sonneneinstrahlung auch in der Haut gebildet
  • enthalten in Seefisch, Milch, Eiern, Margarine und Butter

Bewegung

Bewegung

Durch regelmäßige Bewegung kann man das Risiko einer Osteoporose reduzieren.

Durch Bewegung werden Belastungen verursacht (Zug und Druck), die den Knochen anregen, die Strukturen in den belasteten Bereichen zu festigen.

Der Knochenapparat bleibt deutlich:

  • belastbarer,
  • widerstandsfähiger
  • und ist weniger bruchanfällig!

Vermeiden von Stürzen

Hueftprotektoren

Hüftprotektoren

  • nutzen Sie bei Bedarf immer Ihre Brille!
  • nutzen Sie bei Bedarf immer eine geeignete Gehhilfe!
  • beseitigen Sie Stolperfallen immer sofort!
  • nutzen Sie bei Bedarf frühzeitig Hüftprotektoren!

Studienergebnisse zeigen, dass durch das Tragen von Hüftprotektoren das Hüftbruchrisiko um 80 % gesenkt werden konnte (getragen vs. nicht getragen).

Typische Stolperfallen

Stolperfallen
  • Teppichkanten, Stufen und Bodenabsätze
  • herumliegende Kabel oder andere Gegenstände
  • nasser Fußboden
  • schlechte Beleuchtung
  • ungeeignete Schuhe
  • Glatteis

Medikamentöse Behandlung

Liegt aufgrund der Diagnose ein erhöhtes Knochenbruchrisiko vor, wird eine medikamentöse Behandlung notwendig.

Das persönliche Knochenbruchrisiko ermittelt sich aus:

  • dem Alter und Geschlecht
  • persönlichen Risikofaktoren
  • bestehenden Knochenbrüchen
  • Ergebnissen der Knochendichtemessung

Empfehlung zur medikamentösen Behandlung

Medikamentoese_Behandlung_Empfehlung
  1. Bei Vorliegen von einem oder mehreren der folgenden Risikofaktoren wird eine max. um einen T-Wert höher liegende Behandlungsschwelle empfohlen (d. h. Behandlung z. B. ab einem T-Wert von max. -2,5 statt -3,5):
    periphere Fraktur, Rauchen, Schenkelhalsfraktur eines Elternteils, multiple Stürze, Immobilität.
  2. In Abhängigkeit von der klinischen Gesamtsituation ist eine um max. einen T-Wert niedriger liegende Behandlungsschwelle möglich (d. h. Behandlung z. B. ab einem T-Wert von max. -3,5 statt -2,5).

Empfehlung zur medikamentösen Behandlung bei Risikofaktoren

Medikamentoese_Behandlung_Empfehlung_Risiko
  1. Bei Vorliegen von einem oder mehreren der folgenden Risikofaktoren sollte früher mit einer medikamentösen Behandlung begonnen werden, da bei diesen Patienten das Knochenbruchrisiko deutlich höher ist:
    periphere Fraktur, Rauchen, Schenkelhalsfraktur eines Elternteils, multiple Stürze, Immobilität.

Medikamentöse Behandlung

Generell gilt: wenn hohes Knochenbruchrisiko besteht, rechtzeitig behandeln!

Medikamente
  • Je früher mit der Behandlung begonnen wird, desto geringer ist die Schädigung des Knochens!
  • Auch im fortgeschrittenen Stadium der Osteoporose (z. B. bei vorliegenden Wirbelbrüchen) können geeignete Medikamente helfen!

Kalzium & Vitamin D

  • Kalzium und Vitamin D gehören zur Basistherapie der Osteoporose.
  • Sie mineralisieren und stabilisieren den Knochen.
  • Die Behandlung mit Bisphosphonaten, Raloxifen, Strontiumranelat oder Parathormon sollte immer durch eine ausreichende Versorgung mit Kalzium und Vitamin D ergänzt werden.

Raloxifen

Wird zur Vorbeugung und Behandlung von Osteoporose bei Frauen nach den Wechseljahren eingesetzt.

  • hemmt den Knochenabbau
  • erhöht die Knochendichte
  • vermindert Wirbelkörperbrüche

Bisphosphonate

  • Bisphosphonate hemmen den Knochenabbau
  • erhöhen die Knochendichte
  • vermindern Knochenbrüche

Strontiumranelat

  • lagert sich im Knochen an
  • ersetzt zum Teil das Kalzium
  • fördert die Neubildung von Knochenmasse
  • bremst den Knochenabbau
  • fördert die Knochenfestigkeit und Tragfähigkeit

Parathormon

  • fördert die Kalziumaufnahme
  • steigert die Knochendichte
  • regt die Bildung neuer Knochenstrukturen an
  • fördert die Stabilität der Knochenstruktur

Schmerztherapie

Die Osteoporose geht häufig mit starken Schmerzen einher.

Die Schmerztherapie hat das Ziel, die Schmerzen zu lindern und die Beweglichkeit zu erhalten.

Die Schmerztherapie richtet sich nach der:

  • Schmerzstärke
    • so viel Schmerzmittel wie nötig, so wenig wie möglich
  • Therapiedauer
    • akute Schmerzen: Bedarfsmedikation
    • Dauerschmerzen: Dauermedikation nach Zeitplan (z. B. alle 12 Std.)
  • Verträglichkeit

Rehabilitation

Rehabilitation

Durch gezielte Maßnahmen sollen die Bewegungsfunktionen wieder hergestellt oder verbessert werden.

Dabei stehen Gleichgewichtsgefühl, Körperkoordination und Gangsicherheit im Vordergrund, um Stürze und somit Knochenbrüche zu vermeiden.

Selbsthilfe

Selbsthilfe

Selbsthilfegruppen können einen wesentlichen Beitrag bei der Osteoporosebehandlung leisten.

Bitte sprechen Sie uns an, wenn Sie noch Fragen haben.

Wir stehe Ihnen gerne für eine persönliche Beratung zur Verfügung!